TITEL: Skyrim-Tagebücher

Aufgrund von Finnisch-Klausuren (argh) und Weihnachtspackkram kaum dazu gekommen, aber: Die letzten vier Wochen habe ich über Skyrim geschrieben. Entstanden sind dabei eins zwei drei vier Tagebucheinträge, die über meine Zeit mit diesem wundervollen, sonderbaren Spiel erzählen.

Ich weiß immer noch nicht genau, was Skyrim für mich bedeutet. Skyrim ist für mich in erster Linie ein Videospiel und zwar eins, das nur sehr mäßig verdeckt, dass es eins ist. Ich fühle mich nicht, als wäre ich “tatsächlich” in der Welt unterwegs oder würde Drachen bekämpfen, dazu ist es viel zu offen, was seine Mechaniken angeht. Aber es ist fantastisch als ein Spiel, als ein großer, bunter, verschneiter Abenteuerspielplatz voller unterhaltsamer Geschichten.

Teil 1:

Weit erstreckt sich Skyrims Skybox. Ein wunderschön funkelnder Sternenhimmel und zwei riesige Monde (in meinen Notizen liest sich das dann so: »der Mond! DER MOND!«). Ich habe die Zeit vergessen. Knives stolpert den Berg herunter und findet alte Mammutknochen, es ist still und nur ein paar Füchse huschen Richtung Fluss. Müde schieße ich einen Pfeil ab, um zu sehen was passiert. Das Tier läuft davon. Jagen mit Pfeil und Bogen ist furchtbar schwer und noch hatte ich nicht den Geistesblitz, dass Zaubersprüche das Konzept der Jagd völlig verändern. Ich habe keine Ahnung wo ich bin, und ein bisschen ist es auch egal.

Teil 2:

Zu keinem Zeitpunkt nimmt mich Skyrim an die Hand oder weist mich auf den richtigen Weg hin. Es gibt ein Ziel und nicht viel mehr. Als wir wieder vom Berg hinuntersteigen, merke ich, dass der richtige Pfad  auf einer Nebenstraße in Ivarstead beginnt. Ich hab ihn bloß nicht gesehen und Skyrim mich nie korrigiert. Warum sollte es auch? Verirrte Abenteurer kann man so viel besser ablenken.

Teil 3:

Draußen sehe ich, wie die Meute über den Anführer der Silver-Bloods herfällt. Als die Sonne über Markarth aufgeht, steht niemand mehr. Die korrupte Stadtwache, der Silver-Blood-Clan und die »Forsworn«, sie alle haben verloren. Und ich ziehe weiter.

Teil 4:

Ich bekomme einen Platz im geheimen Hauptquartier in der Kanalisation Riftens, eine schicke Uniform, Aufgaben und Kollegen, die sich schon mal knöcheltief ins Kanalwasser stellen, um über den letzten Einbruch zu plaudern, den sie sowieso unmöglich hätten verüben können, weil sie nie das Hauptquartier verlassen. Aber der Ort an sich ist hier wichtiger als die Maschinenwesen, die ihn füllen. Wenn Skyrim ein Abenteuerspielplatz ist, dann sind die Gilden Baumhäuser.

Leave a Reply

Allowed HTML tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>